La Voix Humaine/Herzog Blaubarts Burg


La Voix Humaine: Tragédie lyrique in einem Akt mit dem Text von Jean Cocteau und der Musik von Francis Poulenc
Herzog Blaubarts Burg: Oper in einem Akt mit dem Text von Béla Balà zs und der Musik von Béla Bartók
Mit deutschen Übertiteln

Das letzte Telefonat einer Frau mit dem Geliebten, der sich von ihr trennen wird, bildet die Grundsituation in Francis Poulencs musikalischem Monodram "die menschliche stimme" nach einer Textvorlage von Jean Cocteau. Kein Vorwurf kommt der Frau über die Lippen, ganz im Gegenteil: Sie verspricht, stark zu bleiben – fast so, als wolle sie das Bild einer gewesenen Liebe in ihrer Seele retten. Doch auch das Telefonat, als verbindendes Moment mit dem Geliebten und letzter Rettungsanker vor der endgültigen Selbstaufgabe, wird enden. Francis Poulenc, der seine Komponiertätigkeit oft mit der eines Malers verglich, bezeichnete sein 1959 in Paris uraufgeführtes Werk "die menschliche stimme" nach der Fertigstellung als "die bewegendste aller Opern, die man hören kann". Es handele sich um eine "in Trance geschriebene Musik".

Beharrlich und unter Ausblendung aller warnenden Signale dringt judith, die Frauenfigur in "Herzog Blaubarts Burg", in das Innere der Welt des Geliebten. Dessen Burg ist lebendig – sie ist Seele und Bewusstsein eines männlichen Ichs, siebenfach durch Türen verschlossen. Licht und Liebe will die Frau einbringen, doch am Ende ihres Forschens steht die ewige Nacht. Wie schon die Frauen vor ihr kann auch Judith nur zu einer bloßen Erinnerung in einem fremden Kosmos werden. Béla Bartóks 1918 in Budapest uraufgeführtes Werk transponiert das Märchen um Blaubart in einen symbolisch besetzten Kontext, in dem sich das Wissen um Erkenntnisse der modernen Psychoanalyse sublimiert. Das Öffnen der sieben Türen, als das Eindringen in die verschiedenen Bezirke von Blaubarts Seele, erschließt musikalische Bilder von hinreißender Farbigkeit und Ausdrucksstärke.

Musikalische Leitung: Oleg Caetani
Inszenierung: Bernd Mottl
Bühne & Kostüme: Friedrich Eggert

Starts
3/12/2010 @ 7:30
Ends
3/12/2010
Location
Schauspielhaus Köln
Offenbachplatz
Cologne, NW 50667

La Voix Humaine: Tragédie lyrique in einem Akt mit dem Text von Jean Cocteau und der Musik von Francis Poulenc
Herzog Blaubarts Burg: Oper in einem Akt mit dem Text von Béla Balà zs und der Musik von Béla Bartók
Mit deutschen Übertiteln

Das letzte Telefonat einer Frau mit dem Geliebten, der sich von ihr trennen wird, bildet die Grundsituation in Francis Poulencs musikalischem Monodram "die menschliche stimme" nach einer Textvorlage von Jean Cocteau. Kein Vorwurf kommt der Frau über die Lippen, ganz im Gegenteil: Sie verspricht, stark zu bleiben – fast so, als wolle sie das Bild einer gewesenen Liebe in ihrer Seele retten. Doch auch das Telefonat, als verbindendes Moment mit dem Geliebten und letzter Rettungsanker vor der endgültigen Selbstaufgabe, wird enden. Francis Poulenc, der seine Komponiertätigkeit oft mit der eines Malers verglich, bezeichnete sein 1959 in Paris uraufgeführtes Werk "die menschliche stimme" nach der Fertigstellung als "die bewegendste aller Opern, die man hören kann". Es handele sich um eine "in Trance geschriebene Musik".

Beharrlich und unter Ausblendung aller warnenden Signale dringt judith, die Frauenfigur in "Herzog Blaubarts Burg", in das Innere der Welt des Geliebten. Dessen Burg ist lebendig – sie ist Seele und Bewusstsein eines männlichen Ichs, siebenfach durch Türen verschlossen. Licht und Liebe will die Frau einbringen, doch am Ende ihres Forschens steht die ewige Nacht. Wie schon die Frauen vor ihr kann auch Judith nur zu einer bloßen Erinnerung in einem fremden Kosmos werden. Béla Bartóks 1918 in Budapest uraufgeführtes Werk transponiert das Märchen um Blaubart in einen symbolisch besetzten Kontext, in dem sich das Wissen um Erkenntnisse der modernen Psychoanalyse sublimiert. Das Öffnen der sieben Türen, als das Eindringen in die verschiedenen Bezirke von Blaubarts Seele, erschließt musikalische Bilder von hinreißender Farbigkeit und Ausdrucksstärke.

Musikalische Leitung: Oleg Caetani
Inszenierung: Bernd Mottl
Bühne & Kostüme: Friedrich Eggert

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